Rückenwind aus der Bundespolitik: Bundeskabinett übernimmt Kernforderungen der Brandenburger Volksinitiative „Artenvielfalt retten – Zukunft sichern“

Pressemitteilung vom 05.09.2019

In ihrem „Aktionsprogramm Insektenschutz“ hat die Bundesregierung strengere Regeln für den Pestizideinsatz in Schutzgebieten und in Gewässernähe beschlossen. Die Brandenburger Landesregierung sollte sich ein Beispiel an diesem ersten Schritt nehmen. In Brandenburg bietet sich die Chance den noch wesentlich konkreteren Gesetzentwurf der Volksinitiative „Artenvielfalt retten – Zukunft sichern“ umgehend anzunehmen.

Potsdam. Die Impulse der Brandenburger Volksinitiative „Artenvielfalt retten – Zukunft sichern“ wurden in dem gestern vom Bundeskabinett beschlossenen nationalen „Aktionsprogramm Insektenschutz“ offenbar aufgegriffen. Zwar bleibt das Aktionsprogramm, mit dem die Bundesregierung die Lebensbedingungen von Insekten verbessern und das Insektensterben aufhalten möchte, weitgehend unpräzise und unverbindlich. Auf Initiative der Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hin wurden aber zumindest Vorgaben zur Beschränkung des Pestizideinsatzes in Schutzgebieten beschlossen.

Ab 2021 sollen „Herbizide und biodiversitätsschädigende Insektizide in Schutzgebieten“ nicht mehr eingesetzt werden. Weiterhin wurde eine Einigung darüber erzielt, dass der Pestizideinsatz auf Gewässerrandstreifen an wasserwirtschaftlich bedeutenden Gewässern ebenfalls ab 2021 nicht mehr möglich sein soll. Dies sind ebenfalls Kernforderungen der Brandenburger Volksinitiative „Artenvielfalt retten – Zukunft sichern“.

Johann Lütke Schwienhorst, Agrarreferent der Aurelia Stiftung und Vertrauensperson der Volksinitiative, bewertet das Aktionsprogramm Insektenschutz als wichtiges Signal für die Brandenburger Landespolitik, auch wenn viele der darin beschlossenen Maßnahmen zu zaghaft und noch zu wenig konkret seien: „Zumindest im SPD-geführten Bundesumweltministerium scheint der zivilgesellschaftliche Druck durch unsere und auch andere Artenvielfaltsinitiativen angekommen zu sein. Es scheint sich etwas zu bewegen. Jetzt erwarten wir umso mehr von den Brandenburger Parteien, dass sie unsere Volksinitiative, die erheblich klarer und praxisnäher ist als die Regelungen des Bundesaktionsprogramms, bereits in den aktuell laufenden Sondierungen annehmen.“

Anja Hradetzky, Bäuerin aus Stolzenhagen und Vertrauensperson der Volksinitiative, hält die im Aktionsprogramm festgelegten Regelungen zu unterschiedlichen Gewässertypen mit unterschiedlich breiten Randstreifen sowie die noch zu definierende Grenze dessen, was genau „biodiversitätsschädigende Insektizide“ seien, ebenfalls für praxisfern: „Die erfolgreiche Umsetzung der beschlossenen Einschränkungen der Pestizidanwendungen im Aktionsprogramm Insektenschutz bleibt bei so vielen Details fraglich. Die Bundesregierung hätte sich hierbei den Gesetzentwurf unserer Volksinitiative zum Vorbild nehmen können. Dieser schafft für Bäuerinnen und Bauern realistische und zu Ende gedachte Regelungen für die notwendigen Einschränkungen von Pestiziden in Schutzgebieten und auf Gewässerrandstreifen.“

Darüber hinaus kritisiert Hradetzky, dass ein Pestizidverbot in Schutzgebieten nur der erste Schritt sein könne: „Die naturverträgliche, pestizidfreie Bewirtschaftung in Schutzgebieten ist viel Wert, aber darüber hinaus hätte ich von einem Bundesaktionsprogramm weit mehr erwartet – nämlich klare Anreize für eine vielfältige und ökologischere Landwirtschaft.“

Die Volksinitiative „Artenvielfalt retten – Zukunft sichern“ wurde im April 2019 von einem breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis gestartet und hat bereits mehr als 50.000 Unterschriften gesammelt (Stand August 2019). Sie fordert von der Landespolitik, dass der Einsatz von Pestiziden in Naturschutzgebieten und FFH-Gebieten grundsätzlich untersagt, die Landwirtschaft umweltverträglicher gestaltet, der Ökolandbau vorangebracht, Gewässer besser vor Schadstoffeinträgen geschützt sowie die Weidetierhaltung unterstützt wird. Die Initiatoren haben ihre wichtigsten Forderungen in konkrete Gesetzesvorschläge einfließen lassen und wollen so die Rahmenbedingungen für den Schutz der Artenvielfalt in Brandenburg grundlegend verbessern.

Rückfragen der Presse an: Johann Lütke Schwienhorst, Aurelia-Stiftung, Telefon: 030 577 00 39 67

Weiter geht’s!

Der großartige Zwischenstand von 50.789 Unterschriften bis zum 22. August hat uns wirklich überwältigt: bereits jetzt mehr als das doppelte der erforderlichen Mindestanzahl für eine Volksinitiative in Brandenburg!

Und wir machen weiter.

Je mehr Stimmen für den Erhalt von Brandenburgs Artenvielfalt gesammelt werden, desto größer wird der Druck auf die Politik, unsere Forderungen umzusetzen. Unser Ziel ist es, weiterhin so viele Menschen wie möglich mit unserem Anliegen zu erreichen und damit ein starkes Signal zu setzen! Das bayerische Volksbegehren „Rettet die Bienen“ hat zuletzt gezeigt dass die Politik auf eine breite Masse an Stimmen aus der Bevölkerung reagiert.

Wenn wir es jetzt schon schaffen 80.000 Unterschriften bei der Volksinitiative zusammen zu bekommen, die wir für ein etwaiges Volksbegehren in Brandenburg bräuchten, dann würde das einen riesen Eindruck machen!

Also lasst uns fleißig weiter ausschwärmen für die Artenvielfalt!

Offiziell haben wir noch bis Mitte April 2020 Zeit. Wann genau die Unterschriften übergeben werden, steht aber noch nicht fest. Wenn der Trägerkreis beschließt das Sammeln zu beenden, werden wir das natürlich zeitnah mitteilen. 

Bis dahin: weiter so und nochmals herzlichen Dank an alle die sich für die Rettung der Artenvielfalt in Brandenburg einsetzen!

Großartiger Zwischenstand der Volksinitiative

Innerhalb von vier Monaten schon 50.789 Unterschriften gesammelt

Pressemitteilung vom 23.08.2019

Potsdam. Am 15. April ist die Volksinitiative „Artenvielfalt retten – Zukunft sichern!“ gestartet. Innerhalb eines Jahres müssen für eine wirksame Volksinitiative mindestens 20.000 Unterschriften gesammelt werden. Bis gestern, 22. August, lagen schon 50.789 Unterschriften vor.

„Wir sind überwältigt von dem großen Zuspruch, den unsere Volksinitiative gefunden hat. Dieser Zwischenstand ist ein ganz starkes Signal an den Landtag und die Landesregierung. Die Bürgerinnen und Bürger wollen Veränderungen in der Landespolitik, um das Artensterben in unserem Land aufzuhalten. Wir Träger der Volksinitiative fordern deshalb, dass der neu gewählte Landtag den Gesetzentwurf der Volksinitiative unverändert annimmt und beschließt. Wir brauchen eine glaubwürdige Wende hin zu einer naturverträglichen Landwirtschaft, um die Artenvielfalt zu erhalten. 500 Millionen Euro stehen jedes Jahr in Brandenburg für die Förderung der Landwirtschaft bereit. Wir wollen ein neues Verhältnis zwischen Landwirtschaft und Naturschutz erreichen “, erklärt Friedhelm Schmitz-Jersch, eine der Vertrauenspersonen der Volksinitiative und Vorsitzender des NABU Brandenburg.

„Eine der Kernforderungen der Volksinitiative ist das Verbot des Einsatzes von Pestiziden in Naturschutzgebieten. Wie wir beim Sammeln der Unterschriften festgestellt haben, konnten viele Bürgerinnen und Bürger gar nicht glauben, dass in Schutzgebieten überhaupt Pestizide eingesetzt werden dürfen. Selbst der wissenschaftliche Beirat des Bundeslandwirtschaftsministeriums hat deutlich gemacht, dass der übermäßige Pestizid- und Düngemitteleinsatz in der Landwirtschaft sowie die immer intensivere Landnutzung Hauptursachen des Artensterbens sind. Diese Ursachen müssen wir angehen“, fordert Johann Luetke Schwienhorst, ebenfalls Vertrauensperson der Volksinitiative und Agrarreferent bei der Aurelia-Stiftung.

„Beim Sammeln der Unterschriften haben wir Unterstützung in allen Teilen des Landes erhalten, in den Städten wie in den ländlichen Regionen. Zum Rückgang der Insekten und zum Landschaftswandel können die Menschen aus eigenen Erfahrungen berichten. Wir danken den vielen engagierten Helferinnen und Helfern, die mit großem Engagement Unterschriften gesammelt haben. Auch von den Organisationen, die zu unserem Unterstützerkreis gehören, kamen viele ausgefüllte Unterschriftsbögen zurück. Vielen Menschen ist sehr bewusst, dass Klimawandel und Artensterben zu unseren größten Herausforderungen gehören. Wir freuen uns deshalb sehr, dass auch Fridays for Future zu unserem Unterstützerkreis gehört,“ erklärt Anne Kienappel von der Naturschutzjugend NAJU.

„Die Zahl von heute ist ein Zwischenstand. Wir werden weiterhin die Bürgerinnen und Bürger mobilisieren und Unterschriften sammeln. Wenn der neu gewählte Landtag die Volksinitiative nicht annimmt, werden wir die zweite Stufe, das Volksbegehren, starten. Dann müssen innerhalb eines halben Jahres 80.000 Eintragungen in amtlichen Listen erfolgen. Beim erfolgreichen Volksbegehren gegen die Massentierhaltung sind 104.000 Eintragungen erreicht worden. Bei dem großen Rückhalt unserer Volksinitiative zum Erhalt der Artenvielfalt sind wir sicher, dass wir diesen großen Zuspruch bei den Bürgerinnen und Bürgern in Brandenburg erneut erreichen können“, erklärt Axel Kruschat, Geschäftsführer des BUND Brandenburg.

Mit der Volksinitiative „Artenvielfalt retten – Zukunft sichern“ wollen die Umweltschützer unter anderem erreichen, dass der Einsatz von Pestiziden in Naturschutzgebieten und FFH-Gebieten grundsätzlich untersagt, die Landwirtschaft umweltverträglicher gestaltet, der Ökolandbau vorangebracht, Gewässer besser vor Schadstoffeinträgen geschützt sowie die Weidetierhaltung unterstützt wird. Die Initiatoren haben ihre wichtigsten Forderungen in konkrete Gesetzesvorschläge einfließen lassen und wollen so die Rahmenbedingungen für den Schutz der Artenvielfalt in Brandenburg grundlegend verbessern.

Informationen rund um die Volksinitiative, die Forderungen, die Partner und zum Mitmachen sowie die Unterschriftenlisten finden sich auf der Webseite der Volksinitiative https://artenvielfalt-brandenburg.de

Es wird Zeit für einen Zwischenstand!

Liebe Aktive, liebe MultiplikatorInnen der Volksinitiative „Artenvielfalt retten – Zukunft sichern!“

am vergangenen Samstag fand unser großer landesweiter Unterschriften-Sammel-Aktionstag „Ausschwärmen für die Artenvielfalt“ statt, an dem Viele von euch nochmal so richtig emsig Unterschriften gesammelt haben. Daher an erster Stelle ein herzliches Dankeschön an alle die mitgemacht haben!

Unser Ziel war es ja von Beginn der Volksinitiative an, möglichst schnell möglichst viele Unterschriften zusammen zu bekommen, um ein starkes Signal nach außen senden zu können. Nun, 4 Monate nach dem Start der Unterschriftensammlung am 15. April, wollen wir den Zwischenstand der Unterschriftenanzahl erfassen. Daher wäre es toll, wenn Ihr uns alles was Ihr an vollen Unterschriftenlisten bisher habt, möglichst schnell zukommen lassen könntet – bis spätestens 20.8. sollte alles bei uns eingegangen sein! Dafür schon mal vielen Dank!

Aber keine Sorge, natürlich werden wir weiter fleißig Unterschriften sammeln – offiziell ist bis April 2020 Zeit. Sobald der Trägerkreis beschließt die Unterschriftensammlung zu beenden und offiziell einzureichen, benachrichtigen wir euch! An alle vielen Dank für euer Engagement für die Volksinitiative zum Erhalt der Artenvielfalt in Brandenburg, Herzliche Grüße!

Euer Kampagnenteam

Ernst Paul Dörfler startet Tour durch Brandenburg – Spaziergänge durch die Natur

Potsdam. Die Initiatoren der Volksinitiative „Artenvielfalt retten – Zukunft sichern“ konnten den renommierten und mehrfach ausgezeichneten Ökologen und Autor des Buches “Nestwärme” als Unterstützer ihres Anliegens gewinnen. An diesem Wochenende startet er eine Tour durch Brandenburg, um auf Spaziergängen durch verschiedene Orte die Schönheit, aber auch den Verlust der Natur zu zeigen und mit Bürger*innen darüber ins Gespräch zu kommen.

Interessierte können Ernst Paul Dörfler kostenfrei bei seinen Spaziergängen begleiten und hautnah erfahren, was wir von der Natur lernen können. Erleben Sie zusammen mit Ernst Paul Dörfler die Schönheit der Natur und erfahren Sie, warum diese durch unsere Art des Wirtschaftens bedroht ist und wie wir zu ihrem Erhalt beitragen können.

Alle Infos auf einen Blick:

Was: Ernst Paul Dörfler Tour – Ein Spaziergang durch die Natur

Start-Wochenende

Wo/Wann:

  • 10. August 2019 von 10.00 – 12.00 Uhr in Jüterbog, Festwiese, Schlosspark
  • 10. August 2019 von 14.00 – 16.00 Uhr in Luckenwalde, Kreishaus Luckenwalde
  • 11. August 2019 von 13.30 – 15.30 Uhr in Beelitz, Gasthaus Rieben

Weitere Termine:

  • 17. August 2019 Fürstenberg/Gransee sowie Oranienburg (in Planung)
  • 24. August 2019 von 10.00 – 12.00 Uhr Potsdam, Charlottenhof
  • 24. August 2019 von 16.00 – 18.00 Uhr Frankfurt (Oder), Ziegenwerder
  • 25. August 2019 von 10.30 – 12.30 Uhr, Hermersdorf bei Müncheberg
  • 21. September 13.00 – 15.00 Uhr, Fichtenwalde, Markt
  • 21. September 18.00 Uhr, Paulinenaue, Altes Bahnhofsgebäude (Präsentation)

Weitere Tour-Termine und Informationen zur Volksinitiative unter www.artenvielfalt-brandenburg.de

Informationen rund um die Volksinitiative und Unterschriftenlisten finden sich auf Webseite der Volksinitiative www.artenvielfalt-brandenburg.de

Informationen zum aktuellen Buch „Nestwärme“: „Der vielfach ausgezeichnete Naturschützer Ernst Paul Dörfler hat ein berührendes Buch über das geheime Leben der Vögel geschrieben, die oft friedvoller und achtsamer miteinander umgehen als wir Menschen.“ Weiterlesen hier: https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/nestwaerme/978-3-446-26185-3/

Ankündigung: Landesweiter Unterschriften-Sammel-Aktionstag am Samstag, 10. August 2019 „Ausschwärmen für die Artenvielfalt“

Liebe Aktive, liebe Multiplikator*Innen der Volksinitiative „Artenvielfalt retten – Zukunft sichern!“
Wenn alle in Brandenburg im August wieder aus den Sommerferien zurück sind, wollen wir nochmal so richtig Gas geben beim Sammeln von Unterschriften. Und da das gemeinsam am meisten Spaß macht, veranstalten wir einen Unterschriften-Sammel-Aktionstag! Landesweit sollen dezentral an vielen Orten weitere Unterschriften gesammelt werden! Seid dabei – wählt für den Aktionstag einen stark frequentierten Platz in eurem Ort aus und sammelt gemeinsam mit netten Leuten. Zum Beispiel beim Wochenmarkt, in der Fußgängerzone, am Bahnhofsausgang, im Park oder oder oder…  Was gibt es noch zu beachten?

  • Überlegt euch, ob ihr einen Infotisch/-stand mit einplanen könnt, das könnte z.B. auch ein kleiner Klapptisch sein – und das kommt meistens gut an- Ggf. muss die Aktion bei euch vor Ort angemeldet werden, in der Regel immer wenn mehrere Menschen gemeinsam mit Unterschriftenlisten unterwegs sind – informiert euch rechtzeitig darüber in der örtlichen Behörde.
  • Material bestellen: überlegt euch und listet auf, was ihr für eure Sammel-Aktion außer Unterschriftenlisten alles an Materialien braucht. Kleiner Hinweis: wir haben seit einiger Zeit auch Flyer über die VI und werden Ende Juli Stoff-Banner im Querformat 90x60cm verfügbar haben! Ein Blick auf die Materialseite hilft immer: www.artenvielfalt-brandenburg.de/material. Es kann direkt über die Seite bestellt werden oder per E-Mail an mitmachen@artenvielfalt-brandenburg.de
  • Meldet eure lokale Aktion einfach kurz bei uns: mitmachen@artenvielfalt-brandenburg.de! Dann können wir entsprechend Öffentlichkeitsarbeit machen und die Aktionen über unsere Social-Media-Kanäle ankündigen.

Volksinitiative on tour – OMNIBUS für direkte Demokratie unterwegs für das Bündnis „Artenvielfalt retten – Zukunft sichern!“

Potsdam. Die Volksinitiative „Artenvielfalt retten – Zukunft sichern!“ gibt nochmal so richtig Gas und geht mit dem OMNIBUS FÜR DIREKTE DEMOKRATIE durch VOLKSABSTIMMUNG auf Tour durch Brandenburg. Der OMNIBUS wird fünf Wochen lang für die Volksinitiative unterwegs sein, vom 15.7. bis 16.8.2019. Er macht an zehn Orten Station, um Unterschriften für die Volksinitiative zu sammeln und mit BürgerInnen über direkte Demokratie und die Forderungen der Volksinitiative ins Gespräch zu kommen. Vor dem Einsatz in Brandenburg war der OMNIBUS für das Volksbegehren „Artenschutz“ in Baden-Württemberg erfolgreich unterwegs, hat also schon Erfahrung beim Thema Artenschutz.

„Deutschlandweit wächst die Bewegung für Direkte Demokratie und eine ökologische Landwirtschaft“, stellt Werner Küppers vom OMNIBUS für direkte Demokratie bei seinen Touren durch Deutschland fest. „Wir dürfen uns nicht damit zufriedengeben, alle paar Jahre Blankovollmachten in die Wahlurne zu werfen. Demokratie bedeutet, dass wir gemeinsam über Fragen, die unser Leben bestimmen, selbst entscheiden. Wir unterstützen die Brandenburger Volksinitiative „Artenvielfalt retten“ und sammeln darüber hinaus auch Unterschriften für die Einführung einer bundesweiten Volksabstimmung.“

Anton Kröber aus dem Landesvorstand der BUNDjugend Brandenburg erklärt: „Wir freuen uns, dass der OMNIBUS für direkte Demokratie in den nächsten Wochen unser Anliegen in mehreren Regionen Brandenburgs vor Ort noch bekannter macht und voranbringt. Es ist großartig, dass sich dadurch viele BürgerInnen sowohl über die aktuell bestehende Krise der Artenvielfalt und der damit zusammenhängenden Ökosysteme informieren und gleichzeitig auch über die Mittel der direkten Demokratie von den ExpertInnen aufklären lassen können.“

Für den Erfolg der Volksinitiative „Artenvielfalt retten – Zukunft sichern!“ in Brandenburg sind mindestens 20.000 gültige Unterschriften erforderlich. Ziel ist es, so viele Unterschriften wie möglich zu erreichen, um ein starkes Signal an die Landespolitik senden zu können.

Das Bündnis der Volksinitiative lädt alle ein, den OMNIBUS zu besuchen, sich zu informieren und für die Volksinitiative zu unterschreiben. Öffnungszeiten sind jeweils von 9.30 bis 18 Uhr.

Das sind die Stationen:
• Mo 15.7. – Mi 17.7. Cottbus, Altmarkt
• Do 18.7. – Fr 19.7. Lübben, Am Markt
• Mo 22.7. Luckenwalde, Marktplatz
• Di 23.7. Luckenwalde, Alte Feuerwehr
• Mi 24.7. – Fr 26.7. Brandenburg, Neustädtischer Markt
• Mo 29.7 – Mi 31.7. Potsdam, Vorplatz Brandenburger Tor
• Do 1.8. – Fr 2.8. Hennigsdorf, Postplatz
• Mo 5.8. – Di 6.8. Pritzwalk, Marktplatz
• Mi 7.8. – Fr 9.8. Neuruppin, Schulplatz
• Mo 12.8.- Mi 14.8. Eberswalde, Marktplatz
• Do 15.8. – Fr 16.8. Prenzlau, Friedrichstraße/Kinovorplatz

Hintergrund:
Die Volksinitiative „Artenvielfalt retten – Zukunft sichern“ wurde von den brandenburgischen Naturschutzverbänden NABU, BUND, NaturFreunde sowie deren Jugendorganisationen, Grüne Liga und der Aurelia Stiftung am 15. April 2019 gestartet. Mittlerweile unterstützt ein breites Bündnis von Trägern und Unterstützern aus den Bereichen Umweltschutz, Agrarwende, ökologischer Landbau, Imkerverbänden und vielen weiteren Akteuren die Initiative. Anliegen der Volksinitiative ist es, dem durch zahlreiche Studien belegten dramatischen Artenschwund bei Insekten, Feldvögeln, Amphibien und Pflanzen aktiv entgegenzuwirken. Die Volksinitiative will die Rahmenbedingungen für den Schutz der Artenvielfalt in Brandenburg verbessern und hat ihre Forderungen in konkrete Gesetzesvorschläge einfließen lassen. Für eine erfolgreiche Volksinitiative müssen innerhalb von einem Jahr mindestens 20.000 Menschen unterzeichnen. Unterschreiben können alle EU-Bürger*innen ab 16 Jahren mit Hauptwohnsitz in Brandenburg.

Der OMNIBUS FÜR DIREKTE DEMOKRATIE IN DEUTSCHLAND ist Bündnispartner der
“Volksinitiative Artenvielfalt retten – Zukunft sichern”. Er ist eine Aktion aus der Kunst, parteienfrei und wurde 1987 auf der weltweiten Kunstausstellung documenta 8 in Kassel eröffnet. Seitdem ist der OMNIBUS unterwegs – von Ort zu Ort. Der wichtigste Impuls für die Arbeit des OMNIBUS kommt von dem Künstler Joseph Beuys, der bereits 1971 die “Organisation für Direkte Demokratie durch Volksabstimmung” mit Büro in Düsseldorf gründete. Der OMNIBUS setzt sich für die Einführung bundesweiter Volksabstimmungen ein und unterstützt landesweite Volksinitiativen und Volksbegehren.
Weitere Informationen rund um die Volksinitiative und den OMNIBUS für direkte Demokratie: www.omnibus.org

Breites gesellschaftliches Bündnis kämpft für die Artenvielfalt in Brandenburg

Neue Unterstützer der Volksinitiative „Artenvielfalt retten – Zukunft sichern“

Potsdam – Seit dem Start der Volksinitiative vor zwei Monaten schließen sich immer mehr Vereine und Institutionen dem breiten Bündnis an. In den vergangenen Wochen sind vielfältige Unterstützer und Träger hinzugekommen, die die Volksinitiative inhaltlich, organisatorisch und teilweise auch finanziell unterstützen. Die Initiatoren des Bündnisses freuen sich sehr darüber, dass die Ziele der Volksinitiative so einen breiten Zuspruch erfahren und durch die neuen Multiplikatoren noch weiter bekannt gemacht werden.
Denn die hinzugekommenen Unterstützer sammeln nicht nur in den Reihen ihrer Mitglieder, Aktiven und Interessierten Unterschriften, sondern nutzen vielfältige Veranstaltungen in ihrem Umfeld und ihre eigene Infrastruktur wie z.B. Besucherzentren, um Unterschriftenlisten auszulegen und BürgerInnen aktiv um eine Unterschrift zu bitten.

So hat das Bündnis der Volksinitiative in den letzten Wochen die Naturstiftung DAVID, das Umweltinstitut München, Campact, das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft, die Fördervereine Großtrappenschutz und Naturpark Barnim, die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg sowie VERN e.V. hinzugewinnen können.

Cornelia Lehmann, 1. Vorsitzende des VERN e.V., deren Verein sich um die Erhaltung der Vielfalt unserer Nutzpflanzen kümmert, begründet diesen Schritt: „Wir unterstützen die Volksinitiative „Artenvielfalt retten – Zukunft sichern, weil die Erhaltung der biologischen Vielfalt für die Sicherung unserer Zukunft unabdingbar ist. Der Artenverlust und auch der Verlust an genetischen Ressourcen haben heute dramatische Ausmaße erreicht. Dem muss dringend durch eine anders orientierte und zukunftsfähige Agrarpolitik entgegengesteuert werden. Die Volksinitiative stellt hierfür an die Landesregierung richtige und umsetzbare Forderungen, die wir voll unterstützen.“

Karl Bär vom Umweltinstitut München, das bundesweit und darüber hinaus unabhängig über Umweltgefahren aufklärt und als eines seiner Ziele die Agrarwende hin zu einer hundert Prozent ökologischen Landwirtschaft benennt, äußert sich zur Unterstützung durch das Umweltinstitut: „Nach dem Erfolg in Bayern unterstützen wir die Volksinitiative „Artenvielfalt retten – Zukunft sichern“ als Meilenstein auf dem Weg zu einer naturverträglichen Landwirtschaft in Brandenburg, Deutschland und Europa.”

Bereits länger mit im Boot sind: die Regionalwert AG Berlin-Brandenburg, die Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau (FÖL), Aktion Agrar, Fridays for Future Brandenburg, Mellifera e.V., Deutscher Berufs- und Erwerbsimkerbund, der Landesverband Brandenburgischer Imker, OMNIBUS für direkte Demokratie, ANU, VCD, FÖN, Ernährungsräte Berlin und OPR, die Bürgerinitiative Landwende, Greenpeace Potsdam und Eberswalde, Landschaftsförderverein Nuthe-Nieplitz-Niederung, Brandenburg 21, Netzwerk Blühende Landschaften, Waldkleeblatt-Natürlich Zauche e.V. und der Verein „Artenvielfalt retten“ Müncheberg.

Hintergrund:
VERN e.V.: Der Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen in Brandenburg e.V. will die Vielfalt unserer Kulturpflanzen schützen und erhalten. Er vermehrt Saatgut seltener Sorten und macht es für die Allgemeinheit verfügbar. Er arbeitet mit Landwirten und Gartenbaubetrieben zusammen, damit alte Sorten durch Anbau und Nutzung lebendig erhalten werden. Weiterhin gibt er Wissen rund um die Kulturpflanzenvielfalt und Saatgutarbeit weiter.

Das Umweltinstitut München e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich gegen Atomkraft, für die Energiewende, für den ökologischen Landbau und für gentechnikfreie Landwirtschaft einsetzt. Er klärt kritisch und unabhängig über Umweltgefahren auf und will über die deutschen Landesgrenzen hinweg Veränderungen bewirken. Die Agrarwende hin zu einer hundert Prozent ökologischen Landwirtschaft ist eines seiner erklärten Ziele.
Volksinitiative „Artenvielfalt retten – Zukunft sichern“: Die Brandenburger Naturschutzverbände NABU, BUND und die NaturFreunde sowie deren Jugendorganisationen, die Grüne Liga und die Aurelia Stiftung starteten am 15. April 2019 die Volksinitiative “Artenvielfalt retten – Zukunft sichern”. Anliegen der Volksinitiative ist es, dem durch zahlreiche Studien belegten dramatischen Artenschwund bei Insekten, Feldvögeln, Amphibien und Pflanzen aktiv entgegenzuwirken. Die Volksinitiative will Rahmenbedingungen für einen verbesserten Schutz der Artenvielfalt in Brandenburg festlegen.

Für eine erfolgreiche Volksinitiative müssen innerhalb von einem Jahr mindestens 20.000 Menschen unterzeichnen. Unterschreiben können alle EU-Bürger*innen ab 16 Jahren mit Hauptwohnsitz in Brandenburg.

Informationen rund um die Volksinitiative, die Forderungen und die Partner finden sich auf der Webseite der Volksinitiative www.artenvielfalt-brandenburg.de

Fridays for Future Brandenburg unterstützt die Volksinitiative zur Rettung der Artenvielfalt

Potsdam. Folgendes Zitat von Robert Watson, Präsident des Weltbiodiversitätsrats der UNO (IPBES), ging vor zwei Wochen um die Welt: “Die Belege sind unbestritten: Die Zerstörung der Artenvielfalt und der Ökosysteme hat ein Niveau erreicht, das unser Wohlergehen mindestens genauso bedroht wie der durch den Menschen verursachte Klimawandel.“

Die Parallelen zwischen Klima und Verlust der Artenvielfalt hat auch Fridays for Future Brandenburg bewogen, offizieller Unterstützer der Volksinitiative „Artenvielfalt retten – Zukunft sichern“ zu werden. „Klimakrise und Artensterben hängen eng zusammen. Die steigenden Temperaturen bedrohen zahlreiche Arten und Ökosysteme, die ohnehin schon unter der Ausbeutung des Menschen leiden. Ein Kollaps der Artenvielfalt wiederum würde unser Überleben auf der Erde noch weiter bedrohen. Wir müssen jetzt handeln, bevor es zu spät ist! Es geht um unsere Zukunft und die von allen anderen Lebewesen auf diesem Planeten“, sagt Vincent  Bartolain von Fridays for Future Brandenburg.

Die Bewegung Fridays for Future ist seit Beginn des Jahres auch in Brandenburg aktiv. In 16 Städten gibt es bereits Ortsgruppen und Demonstrationen, darunter Potsdam, Brandenburg an der Havel, Falkensee und Bad Belzig. Zum globalen Aktionstag am 24. Mai 2019 finden wieder zahlreiche Schulstreiks in Brandenburg statt, unter anderem um 4 vor 12 am Luisenplatz in Potsdam.

Hintergrund

Die Volksinitiative „Artenvielfalt retten – Zukunft sichern“ wurde von den brandenburgischen Naturschutzverbänden NABU, BUND und den NaturFreunden sowie deren Jugendorganisationen und der Aurelia Stiftung initiiert, um in Brandenburg gesetzlich mehr Artenschutz zu verankern. So wollen die Umweltschützer unter anderem die Landwirtschaft umweltverträglicher gestalten, den Ökolandbau voranbringen, den Pestizideinsatz verringern, Gewässer besser vor Schadstoffeinträgen schützen sowie die Weidetierhaltung unterstützen. Die Initiatoren haben ihre wichtigsten Forderungen in konkrete Gesetzesvorschläge einfließen lassen und wollen so die gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Schutz der Artenvielfalt in Brandenburg verbessern.

Für eine erfolgreiche Volksinitiative müssen innerhalb von einem Jahr mindestens 20.000 Menschen für den Gesetzesentwurf unterzeichnen. Unterschreiben können alle EU-BürgerInnen ab 16 Jahren mit Hauptwohnsitz in Brandenburg.

Bienen retten: Landesimkerverband unterstützt Volksinitiative der Naturschutzverbände

Potsdam, 10.05.2019

Nach dem Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbund unterstützt nun auch der Landesverband der Brandenburgischen Imker die Volksinitiative „Artenvielfalt retten – Zukunft sichern“ der brandenburgischen Naturschutzverbände und weiterer Träger.

Dazu erklärt der Pressesprecher des Landesimkerverbandes Holger Ackermann: „Gegen das Artensterben brauchen wir wirksame und verbindliche Regelungen. Das ist keine Schuldzuweisung an die Landwirte. Die Rahmenbedingungen müssen geändert werden. In Naturschutzgebieten haben Pestizide nichts zu suchen. Vor allem muss eine veränderte Agrarförderung viel stärker als bisher die naturschutzfachliche Leistung der Landwirte finanzieren. Eine vielfältige und artenreiche Kulturlandschaft kommt gerade Honig- und Wildbienen zugute. Deshalb unterstützen wir die Volksinitiative der Naturschutzverbände.“

Johann Lütke Schwienhorst, Agrarreferent bei der Aurelia-Stiftung, welche sich ebenfalls für die Bienen einsetzt und die Volksinitiative mit initiiert hat, begrüßte die Unterstützung durch den Landesimkerverband: „Unsere Volksinitiative verbessert nicht nur den Lebensraum für Bienen durch Blütenvielfalt, sondern strebt auch eine entschlossene Pestizidreduktion an, zugunsten der Natur, Landwirtschaft und Imkerei. Die vielerorts nachweisbare Pestizidbelastung des Blütenpollens und Honigs bedroht Brandenburgs Imkerinnen und Imker existentiell. Daher begrüßen wir außerordentlich, dass der Landesimkerverband uns bei dringend notwendigen Veränderungen der pestizidlastigen Intensivlandwirtschaft unterstützt.“

Mit der Volksinitiative „Artenvielfalt retten – Zukunft sichern“  wollen die Umweltschützer unter anderem erreichen, dass der Einsatz von Pestiziden in Naturschutzgebieten und FFH-Gebieten grundsätzlich untersagt, die Landwirtschaft umweltverträglicher gestaltet, der Ökolandbau vorangebracht, Gewässer besser vor Schadstoffeinträgen geschützt sowie die Weidetierhaltung unterstützt wird. Die Initiatoren haben ihre wichtigsten Forderungen in konkrete Gesetzesvorschläge einfließen lassen und wollen so die Rahmenbedingungen für den Schutz der Artenvielfalt in Brandenburg grundlegend verbessern. Für eine erfolgreiche Volksinitiative müssen innerhalb von einem Jahr 20.000 Menschen für den Gesetzesentwurf unterzeichnen. Unterschreiben können alle Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren mit Hauptwohnsitz in Brandenburg.

Informationen rund um die Volksinitiative, die Forderungen, die Partner und zum Mitmachen sowie die Unterschriftenlisten finden sie hier auf der Webseite der Volksinitiative www.artenvielfalt-brandenburg.de


Für Rückfragen stehen Ihnen zur Verfügung:

Holger Ackermann, Öffentlichkeits- und Pressearbeit Landesverband Brandenburgischer Imker, Tel. 0172 – 6050417

Johann Lütke Schwienhorst, Agrarreferent Aurelia-Stiftung, Tel. 0157 – 822 01 015

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