Positionierung zur Volksinitiative der Landnutzerverbände

Am 12. April haben Landnutzerverbände die Volksinitiative „Mehr als nur ein Summen – Insekten schützen, Kulturlandschaft bewahren!“ vorgestellt. Darin fordern die „Verbände des ländlichen Raums“ unter anderem einen Kulturlandschaftsbeirat, die Reduzierung von Pflanzenschutzmitteln, einen Vertragsnaturschutz im Dialog und eine Koordinierungsstelle für Insektenforschung.

Die Naturschutzverbände sind enttäuscht darüber, dass die Nutzerverbände mit dieser überstürzten Aktion die Brandenburger Bürger verunsichern und der lange angekündigten Volksinitiative „Artenvielfalt retten“ den Wind aus den Segeln nehmen wollen. Jene Forderungen sind weder konsequent noch weitreichend: zum Beispiel wird lediglich ein Pestizidmonitoring gefordert ohne Maßnahmen vorzuschlagen, wie der Pestizideinsatz in der Landwirtschaft reduziert werden kann – dabei steht fest, dass dieser eine der Hauptursachen für das Insektensterben ist.

Dabei wissen wir genug über die Gründe des Artensterbens. Wirksames Handeln darf nicht länger auf die lange Bank geschoben werden. Die Naturschutzverbände legen einen konkreten Gesetzentwurf vor, der sofort Wirkung entfalten kann. So sollen wirksame Maßnahmen gegen den fortschreitenden Artenverlust verbindlich festgeschrieben werden. Der Einsatz von Pestiziden in Naturschutzgebieten und europäischen Schutzgebieten sowie an Gewässerrändern in Brandenburg muss durch klare gesetzliche Regelungen unterbunden werden. Deutlich mehr finanzielle Mittel als bisher soll das Land für die Naturschutzleistungen der Landwirte bereitstellen. Denn Landwirte sind wichtige Partner für den Naturschutz – die Landespolitik muss sicherstellen, dass die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel die Landwirte unterstützt, die mit entsprechenden Maßnahmen auf ihren Acker- und Grünlandflächen die Artenvielfalt bewahren und fördern wollen. Auch die deutliche Erhöhung des Anteils des Ökolandbaus und entsprechender Vermarktungsstrukturen ist dabei ein wichtiger Baustein.

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