Gemeinsames Gespräch von Naturschützern und Landnutzern

Im Vorfeld der geplanten Volksinitiative „Artenvielfalt retten“ hatten die brandenburgischen Naturschutzverbände NABU, BUND und Grüne Liga am 10. April mit dem Präsidenten des Landesbauernverbandes Henrik Wendorff und weiteren Präsidiumsmitgliedern sowie dem Vorsitzendes des Schafzuchtverbandes Brandenburg Knut Kucznik ihre Positionen ausgetauscht.

Auch der Landesbauernverband erkennt an, dass gegen den Artenschwund Handlungsbedarf besteht. Übereinstimmend wurde eine stärkere Förderung der Weidetierhaltung gefordert. Konsens bestand auch in der Frage, dass die Reduktion von Pestiziden landesweit angegangen werden muss. Die Vertreter der Naturschutzverbände betonten, dass über das Artensterben genügend wissenschaftliche Erkenntnisse vorhanden sind, um sofort zu handeln. Die Naturschutzverbände fordern hierfür gesetzliche Vorgaben für den Einsatz von Pestiziden, während der Landesbauernverband auf freiwillige Maßnahmen setzt.

Der Dialog zwischen Naturschutz- und Landnutzerverbänden ist mit dem Start der Volksinitiative nicht beendet. Trotz festgestellter Differenzen betonten beide Seiten am Ende des Gespräches, dass der Meinungsaustausch zu Instrumenten und Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt fortgesetzt werden soll.

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