Allgemeine Nachrichten

Bienen retten: Landesimkerverband unterstützt Volksinitiative der Naturschutzverbände

Potsdam, 10.05.2019

Nach dem Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbund unterstützt nun auch der Landesverband der Brandenburgischen Imker die Volksinitiative „Artenvielfalt retten – Zukunft sichern“ der brandenburgischen Naturschutzverbände und weiterer Träger.

Dazu erklärt der Pressesprecher des Landesimkerverbandes Holger Ackermann: „Gegen das Artensterben brauchen wir wirksame und verbindliche Regelungen. Das ist keine Schuldzuweisung an die Landwirte. Die Rahmenbedingungen müssen geändert werden. In Naturschutzgebieten haben Pestizide nichts zu suchen. Vor allem muss eine veränderte Agrarförderung viel stärker als bisher die naturschutzfachliche Leistung der Landwirte finanzieren. Eine vielfältige und artenreiche Kulturlandschaft kommt gerade Honig- und Wildbienen zugute. Deshalb unterstützen wir die Volksinitiative der Naturschutzverbände.“

Johann Lütke Schwienhorst, Agrarreferent bei der Aurelia-Stiftung, welche sich ebenfalls für die Bienen einsetzt und die Volksinitiative mit initiiert hat, begrüßte die Unterstützung durch den Landesimkerverband: „Unsere Volksinitiative verbessert nicht nur den Lebensraum für Bienen durch Blütenvielfalt, sondern strebt auch eine entschlossene Pestizidreduktion an, zugunsten der Natur, Landwirtschaft und Imkerei. Die vielerorts nachweisbare Pestizidbelastung des Blütenpollens und Honigs bedroht Brandenburgs Imkerinnen und Imker existentiell. Daher begrüßen wir außerordentlich, dass der Landesimkerverband uns bei dringend notwendigen Veränderungen der pestizidlastigen Intensivlandwirtschaft unterstützt.“

Mit der Volksinitiative „Artenvielfalt retten – Zukunft sichern“  wollen die Umweltschützer unter anderem erreichen, dass der Einsatz von Pestiziden in Naturschutzgebieten und FFH-Gebieten grundsätzlich untersagt, die Landwirtschaft umweltverträglicher gestaltet, der Ökolandbau vorangebracht, Gewässer besser vor Schadstoffeinträgen geschützt sowie die Weidetierhaltung unterstützt wird. Die Initiatoren haben ihre wichtigsten Forderungen in konkrete Gesetzesvorschläge einfließen lassen und wollen so die Rahmenbedingungen für den Schutz der Artenvielfalt in Brandenburg grundlegend verbessern. Für eine erfolgreiche Volksinitiative müssen innerhalb von einem Jahr 20.000 Menschen für den Gesetzesentwurf unterzeichnen. Unterschreiben können alle Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren mit Hauptwohnsitz in Brandenburg.

Informationen rund um die Volksinitiative, die Forderungen, die Partner und zum Mitmachen sowie die Unterschriftenlisten finden sie hier auf der Webseite der Volksinitiative www.artenvielfalt-brandenburg.de


Für Rückfragen stehen Ihnen zur Verfügung:

Holger Ackermann, Öffentlichkeits- und Pressearbeit Landesverband Brandenburgischer Imker, Tel. 0172 – 6050417

Johann Lütke Schwienhorst, Agrarreferent Aurelia-Stiftung, Tel. 0157 – 822 01 015

Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg (FÖL) e.V. wird offizieller Unterstützer

Zu der am 15. April von den Brandenburger Naturschutzverbänden vorgestellten Volksinitiative “Artenvielfalt erhalten – Zukunft sichern” erklärt Michael Wimmer, Geschäftsführer der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg (FÖL) e.V.:

„Wir unterstützen die Volksinitiative der Naturschutzverbände, weil sie konkrete, umsetzbare und durchdachte Forderungen an die Landesregierung stellt. Die Dramatik des Artenverlustes ist längst Konsens und bedarf keines Monitorings mehr, sondern erfordert ein rasches Umsteuern in der Agrarpolitik. Denn die in der Umsetzung betroffenen Landwirte bzw. Landnutzer brauchen eine klare Orientierung und eine lukrative Honorierung für gesellschaftlich erwünschte bzw. notwendige Leistungen und Aufwendungen.”

Mehr unter: https://www.bio-berlin-brandenburg.de/aktuelles/presse/volksinitiative-artenvielfalt-erhalten-zukunft-sichern-politik-ist-gefragt

Landespressekonferenz und die erste Sammelaktion

Offizieller Start bei der gut besuchten Landespressekonferenz

Großer Andrang bei der Vorstellung unserer Volksinitiative bei der heutigen Landespressekonferenz im Landtag. Im Anschluss ging es mit den Pressevertretern bei sonnigem Wetter in die Fußgängerzone zu der ersten großen Unterschriftensammelaktion.

Sonniges Wetter und viele Unterschrifte

Jetzt brauchen wir euch, um Hummel und Co zu retten!! Unterschriftenlisten und alle nötigen Infos für Sammler*innen gibt es hier zum herunterladen.

#VI_artenvielfaltBB

Start der Volksinitiative „Artenvielfalt retten – Zukunft sichern“

Wir starten am 15. April gemeinsam mit anderen Trägern unsere Volksinitiative für den Erhalt der Artenvielfalt Brandenburgs. Die bittere Realität des Artenschwundes der letzten Jahrzehnte ist im Bewusstsein der Gesellschaft angekommen. Schon jetzt hätte die Politik die Chance Landwirten eine naturverträgliche Bewirtschaftung ohne finanzielle Einbußen zu ermöglichen. Jetzt wird es Zeit zu handeln! Daher fordern wir mit unserem konkreten Gesetzentwurf verbindliche, wirksame und weitreichende Maßnahmen zur Rettung der Artenvielfalt.

Lasst uns gemeinsam die Politik nachhaltig verändern!

Macht mit und unterschreibt ab dem 15. April zur Sicherung unserer Zukunft!

Eine erste Unterschriftensammlung startet ab 12 Uhr in Potsdam in der Brandenburger Straße / Ecke Dortustraße.

Gemeinsames Gespräch von Naturschützern und Landnutzern

Im Vorfeld der geplanten Volksinitiative „Artenvielfalt retten“ hatten die brandenburgischen Naturschutzverbände NABU, BUND und Grüne Liga am 10. April mit dem Präsidenten des Landesbauernverbandes Henrik Wendorff und weiteren Präsidiumsmitgliedern sowie dem Vorsitzendes des Schafzuchtverbandes Brandenburg Knut Kucznik ihre Positionen ausgetauscht.

Auch der Landesbauernverband erkennt an, dass gegen den Artenschwund Handlungsbedarf besteht. Übereinstimmend wurde eine stärkere Förderung der Weidetierhaltung gefordert. Konsens bestand auch in der Frage, dass die Reduktion von Pestiziden landesweit angegangen werden muss. Die Vertreter der Naturschutzverbände betonten, dass über das Artensterben genügend wissenschaftliche Erkenntnisse vorhanden sind, um sofort zu handeln. Die Naturschutzverbände fordern hierfür gesetzliche Vorgaben für den Einsatz von Pestiziden, während der Landesbauernverband auf freiwillige Maßnahmen setzt.

Der Dialog zwischen Naturschutz- und Landnutzerverbänden ist mit dem Start der Volksinitiative nicht beendet. Trotz festgestellter Differenzen betonten beide Seiten am Ende des Gespräches, dass der Meinungsaustausch zu Instrumenten und Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt fortgesetzt werden soll.

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